Facebook und Bitcoin

In unserer vernetzten Welt gibt es nur wenige Firmen die das Internet dominieren. In den 90er Jahren, als kleine Start-ups in einer Garage oder Stu-dentenwohnheim als kleine Webseite programmiert, sind es heute Datengi-ganten. Mit allen Vorteilen für unseren Alltag haben wir, sobald wir diese Web-seiten nutzen schon lange unsere Daten und Nutzerverhalten freiwillig an die-se Unternehmen übertragen. Ohne wirklich zu wissen, was damit passiert und ob es zu unserem Wohle ist, dass diese Firmen die Daten sammeln und spei-chern. Damit ist der Datenschutz bei jedem Besuch im Internet komplett aus-geschaltet und jeder Klick wird überwacht. Der gläserne Bürger ist keine or-wellsch’e Utopie, sondern Alltag. Interessanter Weise hat sich Mark Zucker-berg, der Facebook Gründer zu diesem Thema auf seiner Webseite ausführlich geäussert. Seiner Meinungnach ist die Konzentration der Daten durch wenige Konzerne – und er nennt dabei Google, Apple, Amazon und auch sein eigenes Unternehmen facebook – nicht das, wozu das Internet einst entwickelt worden sei. Es sollte, so schreibt er, allen mehr Freiheit bringen und die Macht wieder in die Hände der Men-schen geben, statt zentrale Kontrolle von wenigen über viele aus zu üben. Marc Zuckerberg sieht in der Entwicklung der Blockchain Technologie eine echte Chance die ursprüngliche Idee zu realisieren. Die Kontrolle durch zen-tralisierte Systeme aufzugeben und den Menschen wieder mehr Eigenverant-wortung zu übertragen. Das Internet hat den Weg dazu bereitet und Block-chain kann der nächste Schritt sein ein neues gerechteres System zu geben.

Neue Märkte oder Demokratisierung der Macht?

Als Unternehmer eine gewagte Idee, denn Facebook ist das größte Soziale Netzwerk weltweit und expandiert durch Zukäufe. Wie zum Beispiel What’s App und Snapchat im Onlinebereich und Offline Eröffnungen von Büros in den wachstumsstarken Ländern.

Mark Zuckerberg scheint die Zeichen der Zeit zu erkennen. Er schreibt weiter, dass er die Nutzung der Bitcoin Blockchain für sein Unternehmen überprüfen lässt. Ein kluger Schachzug oder aus ganz praktischen Gründen? Was wir alle erkennen können ist, dass wir in sehr naher Zukunft unser Geld nur noch digi-tal haben werden. Die weltweiten Bestrebungen der Bargeldabschaffung sind überall zu erkennen. Für global player wie Facebook, Apple, Amazon und Goo-gle wird es dann elementar sein, die Zahlungswege offen zu halten. Ob mit Bankzahlungen (zentralen Systemen) oder Blockchain Technologie, wenn an-dere Zahlungswege nicht mehr lukrativ sind. Ein logischer Schritt in Richtung Zukunft, denn egal welche Währung wir in wenigen Jahren haben werden, sie wird auf jeden Fall mit einer neuen Technologie unterstützt.

Nicht ob, sondern wann

Mit diesem Blick in die Zukunft steht er nicht allein. Denn immer mehr Unternehmen stellen sich nicht mehr die Frage “ob”, sondern “wie” sie ihr Unternehmen mit Blockchain Technologie verbinden können.

Ob es für Facebook nur darum geht, dass die Nutzer die Werbung oder Spiele mit Bitcoin bezahlen können oder ob die komplette Plattform über eine Block-chain läuft, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Meiner Meinung nach wer-den wir uns in den kommenden Jahren sehr schnell in unserem Alltag an die Handhabung von Blockchain Anbindungen gewöhnen müssen. Ob nun als neue Zahlungsfunktion oder Datenspeicher.

Welche Wirkung die Aussage von Facebook Gründer auf die Menschen hat und wie die anderen drei mächtigsten Internetriesen mit diesem Statement umgehen, bleibt abzuwarten. Von Amazon wissen wir, dass diese Firma sich ebenfalls für die Aufnahme von Bitcoin als Zahlungsfunktion interessiert.
Und mal ganz abgesehen von den Konzernen, die das aus gewinnerzielender Absicht tun, stellt sich viel mehr die Frage, ob die Menschen überhaupt diese großartige Chance erkennen und nutzen werden, mit Bitcoin und Blockchain ihnen Freiheit und Schutz und Privatsphäre wieder zurück zu holen?
Wir leben in interessanten Zeiten.

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