Kein Geheimnis mehr

Das Jahr geht langsam zu ende und 2018 steht vor der Tür. Wie jedes Jahr wird der Konsumrausch angetrieben. Wer mit dem Auto unterwegs ist erlebt fast täglich auf den Straßen und in den Städten zu jeder Tageszeit Stau, Baustellen und Parkplatzchaos. Die Zeit scheint sich zu beschleunigen, je näher wir auf die Feiertage zu steuern verbreitet sich überall Stress und Hektik. Da kommt man auch nicht auf dumme Gedanken, oder doch? Wie zum Beispiel das Dauerthema Datenschutz. Ich hatte in diesem Sommer (2017) darüber berichtet, dass die Banken ihr eigenes das seit 400 Jahre bestehende Gesetz zum Bankgeheimnis abgeschafft haben. Und zwar ziemlich unspektakulär und kaum von der Presse verbreitet, so als ob das nicht so bedeutend sei. Dabei ist eine Gesetzesänderung elementar und grundlegend, weil es zwar nur eine Regel betrifft und Folgen auf alle anderen Grundlagen im Umgang mit der Bank hat. Daraus verändert sich die Situation für alle Beteiligten. Jeder, der ein Bankkonto besitzt, ob nun Onlinebank oder Sparkasse wird die neuen AGB’s, die ab Januar 2018 in Kraft treten, zugeschickt bekommen haben. Das sogenannte Kleingedruckte, eine reine Formsache weil die Kunden ja informiert sein müssen. Welche Wirkung das auf die Beziehung zwischen Bank und Kunde haben wird, werden wir dann ab Januar sehen.

Meistens sind einseitige Vertragsänderungen nur für denjenigen gut, der diese Änderungen in den Vertrag schreibt. Selten bis gar nicht kommt es vor, dass der Vertragspartner (hier ist es der Bankkunde) auch einen Vorteil davon hat. Bei dieser Änderung kann man sogar davon ausgehen, dass es so ist, denn ich vermute, dass bei dem Entscheiden zur Streichung dieses Gesetzes kein Bankkunde dabei mitgewirkt hat. Erkennen wir also zwangsweise an, dass die Bank die Spielregeln macht und wir akzeptieren diese wenn wir das Geld be-nutzen. Durch den Banken Bail-in kann nun außerdem jederzeit auf das Geld der Kunden bei der Bank zugegriffen werden. Euro = Regeln der EZB, mit allen Folgen die sich daraus ergeben.

Noch eine wichtige Information zum Thema grundlegende Veränderung im Umgang mit unseren Daten und Rechten.  Im Interview bei dem alternativen Sender bewusst tv mit Jo Conrad spricht Matthias Weidner ein besonders brisantes Thema an. Datenschutz für Verbraucher und er hat sehr wichtige Informationen über die Instrumente der EU, um fast jeden der irgendwie im Internet tätig ist, zu sanktionieren. Die beiden sprechen über die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) und die Ausbildung von Prüfern, die drastische Strafen verhängen können, wenn jemand gegen diese weitgehend unbekannten Verordnungen verstößt. Die Verordnung ist bereits seit 2016 in Kraft und ab Mai 2018 werden die über 60.000 neuen Datenschutzprüfer vermehrt Betriebe und Unternehmen daraufhin überprüfen und entsprechend bestrafen, wenn die Kundendaten nicht nach der neuen Verordnung gesichert sind. Es ist ein sehr trockenes Thema, dass aber elementar und wichtig ist. Sowohl für Unternehmen, als auch für Verbraucher. Einfach mal das Interview in voller Länge ansehen und die eigenen Schlüsse ziehen. Hier klicken

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