Netzfund: „Bankmitarbeiter generiert Bitcoins“

Was Bankangestellte in ihrer Freizeit machen, geht normalerweise ja niemanden etwas an und doch hat es Nicholas Berthaume geschafft in die Medien zu kommen. Eine nicht ganz so lustige Geschichte.
Nicholas Berthaume war als Analyst für Kommunikation bei der Federal Reserve Bank der United States angestellt und hatte somit Zugang zu den Servern. Was ihn auf eine Idee gebracht hat, diese für sich zu nutzen. Nein, er hat kein Geld von den Konten geklaut. Er hat eigenes Geld generiert. Durch eine Software, die er von zuhause aus gesteuert hat, konnte er die Server der Bank für das „mining“ von Bitcoins nutzen. „mining“ ist ein komplizierter Rechenprozess in dem der Computer mathematische Aufgaben löst und bei jeder Lösung eine Einheit/bitcoin entsteht. Man braucht dazu einen Computer mit entsprechender Rechenleistung. Die Server der Fed, der größten Bank weltweit haben diese Leistung und so konnte Nicholas Berthaume während seines Jobs in der Bank, quasi nebenbei seine Taschen mit Bitcoin füllen.
In der Zeit von März 2012 bis Juni 2014 nutzte er diesen privaten „Service“ seines Arbeitgebers, bis die Polizei ihm auf die Schliche kam. Die Gerichtsverhandlung war am 31. Oktober 2016. Dort akzeptierte Berthaume ein die Strafe von insgesamt $ 5.000 für die rechtswidrige Nutzung von staatlichen Eigentum. Leider wird in dem Artikel nicht darüber berichtet, wieviel er in den 2 Jahren an Bitcoins generiert hat.  Da kann man nur spekulieren und sicherlich wird sich Nicholas die Vorteile des bitcoin zu nutze gemacht haben, bevor er in den Gerichtsaal ging.

Was diese Geschichte auch zeigt, ist folgendes:
1. Bankmitarbeiter sind an Nebeneinkünften interessiert
2. Nicht jeder Nebenjob ist legal
3. Bitcoin mining ist (noch) lukrativ
4. Alternatives Geld zu besitzen und herzustellen ist nicht strafbar
(der Mitarbeiter hat nur 5.000 Dollar für die unerlaubte Nutzung der bankeigenen Server zu zahlen. Im Vergleich zu dem, was er in 2 Jahren an BTC gemined hat, wahrscheinlich ein Witz).

Sicherlich bekommt Nicholas bei keiner anderen Bank mehr einen Job. Aber ich vermute, das braucht/will er auch gar nicht. Mein Tipp: Lieber mal was anderes probieren, als den Arbeitgeber schröpfen. Es gibt bessere und legalere Lösungen für ein Nebeneinkommen.

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